
Sebastian Freitag gründete den Familienbetrieb 1919.
Als gelernter Korbmachermeister richtete er den Betrieb in erster Linie auf die Produktion von Industriekorbwaren aus.
Aber bereits Ende der 20er Jahre gewann die Produktion von Faschinen und anderen ingenieurbiologischen Materialien
mehr und mehr Bedeutung. In diesen Jahren wurde das Baumaterial noch aus Wildbeständen gewonnen, da die Weidenplantagen
rein zur Produktion von Korbwaren dienten.
Die erste große Umstellung des Produktionszieles erfolgte unter Leitung von Heinrich Freitag, dem Sohn des Firmengründers. Mit Beginn der "Plastikwelle" in den 60er Jahren verlor die Produktion von Korbwaren fast gänzlich an Bedeutung. Zeitgleich herrschte jedoch ein großer Aufschwung im Straßenbau. Zur Sicherung von Straßenböschungen und Gewässerrändern kamen mehr und mehr ingenieurbiologische Verbauungen zum Einsatz. Der Aktionsradius beschränkte sich zu dieser Zeit noch auf Bayern, was sich jedoch mit zunehmendem Bekanntheitsgrad der Firma änderte.

Seit 1987 leitet Karl-Heinz Freitag mit Unterstützung seiner Schwester, Sibylle Freitag, die Enkel des Firmengründers, den Betrieb in der dritten Generation. Die rückläufige Entwicklung im Straßenbau führte zu einem verstärkten Engagement in Bereichen wie Kinderspielraumgestaltung, Produktion von lebenden Zäunen und Errichtung von vegetativen Lärmschutzwänden.